Wunder gibt es immer wieder

Eine Stachelschrift von Eric Makswitat

„Was? Nächste Woche sind StuPa-Wahlen?!“ „Ja, StuPa, Senat, Fakultätsrat und Fachschaftswahlen!“ Alltägliche Gespräche. Begann der Wahlkampf der Hochschulgruppen für die StuPa-Legislatur 2011 bereits im Dezember 2010, so fehlt jetzt maßgeblich jede Kenntnis über Kandidaten und Wahlziele. Dabei darf am kommenden Montag (10.1) bereits gewählt werden. Die Zusammenlegung der Wahlen war maßgeblicher Wunsch der Fachschaftskonferenz (FSK) und der Mitglieder des StuPa. Wenn jedoch niemand davon weiß, beziehungsweise die Kandidaten den ideenreichen Wettbewerb verweigern, dann ist von der erhofften Steigerung der Wahlbeteiligung nicht automatisch auszugehen. Ein Wahlmoritz Wahlheft und Informationen auf dem Webmoritz stehen noch aus…

Aber STOPP! Es gibt ja bereits einige Versuche der Werbung.

Starten wir mal mit der „Bürgerlichen Allianz“. Schöner Name. Nette zukünftige Schwiegersöhne und -töchter bewerben sich da für den Senat. Gut das sich einige Helden der Bürgerlichkeit gefunden haben, die ideologiefreie Universität zu verteidigen. Alexander Schmidt (LHG) drückt seine Bürgerlichkeit mit einem herzlichen „Prosit!“ aus.

Die dargelegten Ziele überraschen kaum. Hier werden mehr Freiheiten der Studenten bei der Studiumsgestaltung gefordert. Bitte nicht zu konkret, liebe Allianz. Bei der letzten Wahl überzeugten die Kandidaten noch mit der Forderung nach einem kohlenhydratarmen Fitnessgericht, aber diesmal … ich weiß nicht!

Überraschung! Die Junge Union hat ebenfalls Kandidaten nicht nur für Senat, sondern auch für das Studierendenparlament aufgestellt. Doch weder Flyer, noch Hinweise auf der Homepage, informieren über die Kandidaten oder die Ziele. Unter „Aktuelles“ findet man lediglich die Nachricht vom Themenstammtisch mit dem Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion Wolfram Axthelm. Datum: Freitag, 25. November 2011! … Na dann halt nicht!

Die Piraten wollen ihr Engagement im StuPa verstärken und stellen vier Kandidaten auf. Themen: Transparenz, Internet, Transparenz und Internet. Aber eine Wahlempfehlung für den Senat findet sich mangels Personalalternativen auf der Piraten-Webseite. Hier werden der Blogger Oliver Wunder und AStA-Referent Milos Rodatos von der Liste „Solidarische Universität“ empfohlen. Insgesamt zeigt die Liste „Solidarische Universität“ die einzige Konstante in der Wahlkampfbetrachtung. Ein breites studentisches Bündnis hat sich versammelt. Eine eigene Webseite informiert über Kandidaten und Ziele. Das klingt fast löblich.

Eine richtige Stilblüte jedoch liefert der SDS, wenn auch eine sehr interessante und kreative. Fünf SDS-Kandidaten machen sich auf den Kommunismus zu verbreiten. Das berühmte Konterfei von Marx, Engels und Lenin in Reihe dient dazu als Vorlage. Glück auf, Genossen und nicht vergessen: Die Partei hat immer Recht! 

Am Ende wird es noch einmal traurig. Ich würde euch jetzt gern sagen, welche Kandidaten die Jusos für die StuPa-Wahl aufgestellt haben. Ich weiß das ein Flyer existiert und am kommenden Montag verteilt wird, aber das ist eindeutig zu spät. Ein Hinweis auf der Homepage findet sich leider auch nicht. Tja, da bleibt wohl nur die Selbstkritik zurück und der Hinweis, dass ich versuche die notwendigen Informationen für Euch zu besorgen und hier später veröffentliche, auch wenn es nicht meine Aufgabe ist. Theoretisch sind Jusos aber stets vorbehaltlos zu empfehlen … !

Eine interessante Information gibt es dann aber doch noch. Der FSR Geschichte hat nicht genug Kandidaten für seine FSR-Wahl gefunden und macht nun freiwillig ein halbes Jahr weiter. Ich plädiere für Auflösung. Der aktuelle Fachschaftsrat hat sehr gute Arbeit geleistet, aber ich kann nicht verstehen, dass den über 1200 Studierenden am Historischen Institut ihr Gebäude, ihre Fachbibliothek und die neugewonnene Institutssitzung wohl so egal sein könnte. Wenn die Fachschaft aber nicht genug Bewerber findet, dann besteht womöglich kein Bedarf an studentischer Teilhabe und der Letzte macht in der Soldmannstraße das Licht aus. Gute Nacht.

… oder mit Nina Ruge: Alles wird gut, schließlich kandidiert Erik von Malottki wieder!

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Frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten. Gleichzeitig neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Wir haben viel gestritten, viel erkämpft, viel errungen. Wir möchten daher ganz besonders den Mitgliedern im Studierendenparlament und den Referenten im Allgemeinen Studierendenausschuss für deren Geduld mit den Jusos im StuPa danken. Gleichzeitig möchten wir Martin Hackbarth verabschieden. Er wird im Januar ein Auslandssemester in Schweden antreten und hinterlässt eine (vielleicht kurzfristige?) Lücke in der Greifswalder Hochschulpolitik. Er hat an maßgeblichen Anträgen und Entscheidungen der Jusos im StuPa mitgewirkt.

Doch wenige Wochen bleiben noch der guten, alten StuPa-„Fraktion“ und wir werden auch im Januar an den wesentlichen Richtungsentscheidungen des StuPa mitwirken um unseren Juso-Nachfolgern den Weg in eine erfolgreiche Legislatur zu ebnen.

Alles Gute …

Euer Erik, Michael, Martin, Julien und Eric

Bild:  © Hans-Joachim Köhn  / pixelio.de

Liebe LHG, wo bleibt das „kohlenhydratarme Fitnessgericht“?

Die Liberale Hochschulgruppe versprach ihren Wählern zur StuPa Wahl 2011 sich massiv dafür einzusetzen nun endlich ein Fitnessgericht in der Mensa anbieten zu lassen. Bisher lag den Stupisten kein solcher Antrag vor. Wir hoffen die Liberalen Greta Öhler, Alexander Schmidt und neuerdings auch Patrick Kaatz sind sich noch ihrer Versprechen bewusst. Webmoritz Autor Florian Bonn bringt es auf den Punkt und erläutert wie man bereits jetzt ein Fitnessgericht bekommen kann > Einfach nett an der Mensatheke fragen: „Hallo. Ich hätte gerne zweimal das Putensteak mit Erbsen und ohne Nudeln, bitte!“

Bild: © www.JenaFoto24.de  / pixelio.de

Jusos ziehen positives Fazit aus den Haushaltsverhandlungen

Soziale Projekte gestärkt, Kulturförderung halbwegs gerettet, die Arbeit der moritz-Medien befürwortet und die Beiträge zur Studierendenschaft sozialverträglich niedrig gehalten – so in etwa kann man kann die gestrige Sondersitzung zum Haushalt 2012 zusammenfassen.

Der Etat für die Freitischkarten wurden auf Vorschlag von Finanz- und Sozialreferenten auf 6000 Euro erhöht. Für uns Junge Sozialisten ist dies ein sehr gutes Signal an die sozial Bedürftigen der Studierendenschaft zu denken. Durch die Freitischkarten können finanziell schlecht gestellte Studierende wenigstens für 50 Euro im Monat „mensen“.  Glücklicherweise folgte das StuPa diesem Vorschlag geschlossen.

Auch bei der Kulturförderung wurde der Etattopf gegenüber dem Entwurf noch etwas erhöht. Leider wurde der Topf von Greimun in einer grün-gelben Koalition abgeschossen und die Gelder dieses wichtigen Projekts, das dem guten Ruf unserer Universität auf internationalem Parkett dient, in den oben genannten Kulturtopf gepackt. Das Signal, das international erfolgreiche Projekte für ihre Arbeit abgestraft werden, ist für die Jusos enttäuschend.

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Wie geht es jetzt weiter am Historischen Institut?

Am Montag, den 12. Dezember, berichtet die Ostsee Zeitung (OZ) in ihrer Lokalausgabe Greifswald über die Vollversammlung der Studierendenschaft. Auf der Vollversammlung konnte erfolgreich der Antrag von Eric Makswitat und des FSR Geschichte zur Zugänglichmachung der FB Geschichte gestellt und verabschiedet werden. Die OZ hat jedoch einige grundlegende Dinge durcheinander gebracht und von der versäumten Zugänglichmachung des Historischen Instituts zum November 2011 gesprochen. Diese Äußerung legte sie dabei Antragsteller Eric Makswitat in den Mund. Die Lokalredaktion hat den Fehler eingeräumt und angekündigt zeitnah eine Klarstellung in der OZ zu verfassen.

Wir möchten mit Fakten glänzen und einige grundlegende Anmerkungen zur Situation am Historischen Institut machen. Diese Hinweise wurden uns vom Institutsdirektor Herrn Prof. Dr. Stamm-Kuhlmann zur Verbreitung übermittelt: „Wie geht es jetzt weiter am Historischen Institut?“ weiterlesen