was am Ende bleibt … ein Anfang

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

ich trete als Präsident des Studierendenparlamentes der Universität Greifswald zurück.

Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, habe ihn mir reiflich überlegt und doch schmerzt er noch immer. Ich musste jedoch nun feststellen: ich kann nicht länger von einem Grundvertrauen im eigenen Präsidium und gegenüber einzelnen AStA-Referenten ausgehen.

Ich bin als hochschulpolitischer Neuling in die Arbeit des Präsidiums gestartet. Wollte Stimme sein, wo anderer Streit gesehen haben. Doch mit dem hier kurz dargestellten Vertrauensbruch, der sich diese Woche ereignet hat, kann ich meine Arbeit nicht länger fortführen.

Ich möchte die Situation kurz erklären: Ich musste am Mittwoch (1.6) feststellen, dass auf mein Facebook-Account von meinem PC-Stupa-Präsidiumsaccount zugegriffen wurde. Danach erfolgte die Änderung meines Profilbildes, sowie die umfangreiche Aufnahme von Verbindungen zu Parteien, Organisationen oder Veranstaltungen durch die öffentliche Kenntlichmachung von Präferenzen. Diese Verknüpfungen haben mich persönlich sehr berührt und waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Hier ist für eine gewisse Zeit ein Eindruck entstanden, der so von mir weder autorisiert, noch genehmigt worden war.Das ist auch kein Dummer-Jungen-Streich. Ich habe von diesem „Hack“ während einer Kaffeepause erfahren, nachdem mich Freunde und Bekannte irritiert angerufen hatten. Ich musste dann feststellen, dass umfangreiche Änderungen an meinem Profil vorgenommen wurden.

Zugang zu meinem Account konnte nur derjenige bekommen, der die Zugangsdaten für den PC-Stupa-Präsidiumsaccount hatte, denn dort erfolgte die letzte Facebook-Anmeldung (Dokumentierte Verbindungsnachweise auf Facebook belegen diese Zugriffe). Nachdem ich im AStA war und diesen Punkt angesprochen hatte, erfolgte das inoffizielle Eingeständnis der Veränderung, ohne direkte Entschuldigung oder Namensnennung, durch meinen Stellvertreter und einzelne AStA-Referenten. Ein Referent meinte gar schnippisch, dass ich auf dem neuen Profilbild doch klar zu erkennen sei (was nicht der Fall war und mich gegenüber Familie und Freunden in Erklärungsnot brachte). Ich konnte bisher nur mühsam die Änderungen rückgängig machen.

Hier wurde ein Verhalten an den Tag gelegt, welches vielleicht „lustig“ sein sollte, ich aber als unsinnig und vertrauensbrechend empfunden habe. Ich hätte es als korrekt empfunden, wenn mein Stellvertreter so bald er bemerkt hätte das noch eine Facebook-Anmeldung aktiv ist, sich ausgeloggt und nicht selbst oder andere AStA-Referenten umfangreiche, für mich emotional belastende Änderungen, vorgenommen hätten.Ich kann mir daher eine Zusammenarbeit, mit betreffenden AStA-Referenten oder mit dem betreffenden Stellvertreter, nicht weiter vorstellen.Am Ende muss ein gewisses Grundvertrauen vorhanden sein um gemeinsame Projekte und Ziele zu verwirklichen. Ich musste jedoch feststellen, dass gewachsene Verbindungen und Einflussnahmen, sowie Vertrauensbrüche die Möglichkeit meiner Arbeit massiv einschränkten. Ich werde dem StuPa als Mitglied und als Engagierter, um die Lösung der baulichen Mängel an dieser Universität streitender Stupist, erhalten bleiben. Doch sehe ich meine Zukunft nicht länger im Präsidium. Ich bitte meinen Nachfolger die Besonderheit der Fachschaften an unserer Universität zu beachten. Sie stellen das Rückgrat der studentischen Selbstverwaltung dar. Ich werde diesen Blog weiterführen, wenn auch unter anderem Titel und Adresse. Ich möchte weiterhin auf besondere Themen und Aktivitäten im Studierendenparlament aufmerksam machen. Am Ende bleibt:

„Wer nicht fähig ist, über ein privates Unrecht, das ihm geschehen ist, zornig zu werden, der wird schwer kämpfen können“.

Ein Gedanke zu „was am Ende bleibt … ein Anfang“

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